Sonntag, 28. Februar 2016

Das Wichtigste zuerst: ein Platz an den Aufstiegsspielen ist uns sicher. Für den ersten Platz in der Tabelle und damit zwei Punkte Vorsprung bräuchten wir allerdings Schützenhilfe von Vivax. Doch auch trotz schwierigerer Ausgangslage sollten wir jetzt definitiv für die Aufstiegsspiele gerüstet sein. Vorsprünge ins Trockene bringen konnten wir schon früher, doch jetzt sind wir sogar Rückstandaufholjagdgeprüft. Und auch diejenigen, die bei uns sowieso nur in der Ecke stehen (namentlich eine) hat das Volleyballspiel vollends verstanden.

Doch zuerst zum sonntäglichen Ausflug in das beschauliche Hallau. Angefangen hat es mit einem boolizeilichen Vereinstreffen auf der Autobahn, anschliessend begann die anspruchsvolle Suche nach der (definitiv nicht erkennbaren) Turnhalle in OBERhallau. Für einmal fand sich mindestens ein Auto mit geschickten Strategien zurecht im kleinen Städtchen. Eigentlich ein guter Start. Doch der Match sollte nicht so glorreich beginnen. Leider fand sich eine gewisse Ehemals-Libera (sollte eigentlich ein gewisses Gefühl für die Feldgrösse besitzen…) nicht ganz mit den Wahnsinns-Dimensionen der Halle zurecht und so fielen einige Bälle leider unberührt ins Feld. Die Angewohnheit „Out“ zu rufen, liess sich dummerweise nicht abstellen, so mussten die Ersatzspielerinnen ausserordentliche Unterstützung leisten. Als auch dieses Problem gelöst war, konnte wieder Volleyball gespielt werden und der erste Rückstand von 19:23 konnte gedreht werden. Soweit so gut… Der zweite Satz war von fehlender Konzentration geprägt, sodass wir beim Stand von 16:25 schnell wieder die Seiten wechseln durften. Wobei auch die Aufmerksamkeit wieder stieg. Dies zeigte sich im Spiel – zweiter Satzgewinn. Nun kam das Drama… Man könnte meinen ein Hammerangriff von Raya (ins Out...) habe die Weichen gestellt. Von da an ging nichts mehr, aber wirklich einfach gar nichts mehr. Auf dem Feld wusste niemand weiter, und draussen lachten und weinten wir gleichzeitig vor Verzweiflung. Der Punktestand darf eigentlich gar nicht genannt werden (ganz leise sag‘ ichs trotzdem: 1:12). Immerhin konnte ab und zu ein Punkt gemacht werden, sodass unser Punktekonto immerhin 12 Zähler aufwies (bei 22 der Gegner!). Doch dann… Dann gings so richtig los! Die Aufholjagd begann. Zuerst eine kleine, aber wirksame Service-Serie von 5 Punkten, was wir bereits als halben Sieg feierten. Anschliessend sofort ein Side-out und dann eine Wahnsinns-Serie von unserer Mitte, mit welcher das ganze Desaster begann ;) Der Stand danach: 23:23. Wir glaubten es kaum! In totaler Euphorie erspielten wir uns zwei Matchbälle (nach zwei abgewehrten Satzbällen wohlgemerkt) und brachten diesen Match nach Hause. 

Crazy, verrückt, absolut geil, dramatisch, hammermässig; an Emotionen fehlte es auf alle Fälle nicht! 

Noch zwei Tage später spielte sich die Situation in unseren Köpfen ab, als wir uns bereits auf den nächsten Match vorbereiteten. Wir erwischten einen besseren Start als am Samstag (ob das am Gegner lag oder an der gewohnten Halle, lassen wir hier offen…) und führten relativ schnell mit einem Vorsprung von 11 Punkten. Da wir dieses Extrem inzwischen zu mögen begannen, war der Satz nach einer Viertelstunde bereits fertig. Im folgenden Durchgang zeigte sich jedoch Unsicherheit. Bei Satzball (man bemerke mit 7 Punkten Vorsprung) wollte die Ehemals-Libera ihr räumliches Gefühl unter Beweis stellen und liess spontan einen gegnerischen Service ins Aus fallen. Mit Betonung auf wollte. Denn zwischen dem Aus und dem Ball befand sich ein menschlicher (linkshändiger) Kegel… Ja, nun hat sie das Spielprinzip nach 12 Jahren Volleyball auch verstanden. Der letzte Satz glich exakt dem ersten, sodass nach weniger als einer Stunde die Sache bereits wieder fertig war. 

Also, liebe Gegner, wir sind bereit für alles was noch kommt!!!

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