Freitag, 01. Mai 2015

Eigentlich könnte man den letztjährigen Bericht anpassen, werden sich einige denken. Bis zum Gewinn brauchte es dieses Jahr einen speziellen Effort, an den die wenigsten der fast hundert Zuschauer im Tellenfeld zu Beginn des Spiels geglaubt hatten. Die jungen Amriswiler zeigten schon beim Einsmashen, was sie seit dem letzten Jahr gelernt hatten und dass sie gewillt waren, die letztjährige 2:3 Niederlage vergessen zu machen. Die Smashler waren seither auch im Durchschnitt ein Jahr älter geworden, jedoch nicht unbedingt besser, was bei Spielern zwischen 50 und 58 Jahren ganz normal ist. Die zwei Jüngsten dürfen übrigens auch schon an Ü40-Partys gehen, wenn sie einen Babysitter gefunden haben.

Zum Spiel: Der erste Satz ging tatsächlich an die Amriswiler, welche mit Sprungaufschlägen die Winterthurer vor arge Probleme stellten. Früher, als man mit weissen Bällen spielte, reichten schöne Flatterbälle um zu punkten, weil sogar unsaubere Manschetten abgepfiffen wurden. Die Regeln konnten wir nicht ändern. Coach Müllner reagierte deshalb beim Seitenwechsel und brachte die zwei Michis ins Spiel. Für Michael Krämer war es etwas wie ein Comeback. Verletzungsbedingt konnte er fast die ganze Saison nicht spielen. Die Experten konnten sich noch nicht einigen, ob sein beinahe fehlerfreies raffiniertes Angriffsspiel oder die gelbe Karte von Sepp, der den Winkelried spielte, die Wende brachte. Es sei hier erwähnt, dass in dieser Schlacht im Tellenfeld Josef Winkelried nicht von Speeren aufgespiesst wurde und verstarb, sondern bis zum letzten Punkt kämpfte und diesen sogar mittels longline Smash über den Block, fast auf die 3-Meter-Linie, selber eindrücklich besorgte. Wer etwas von Geometrie versteht, kommt auf eine Abschlaghöhe von ca. 3.20  bis 3.40 m. Dieser Punkt und der Sieg zeigen erneut, was für ein Potenzial in der Mannschaft steckt. Im Kopf waren die Ambitionierten schon wieder aufgestiegen und freuten sich auf eine 3.-Liga-Saison. Daraus wird übrigens einmal mehr nichts. Es gibt Spekulationen, dass die Mannschaft erst aufsteigen will, wenn Urs Schori 60 wird, als Überraschung und zu Ehren dieses Idols und ewig jung gebliebenen Athleten. 

Schön wäre es, wenn die Meisterschaft nur aus einem Spiel bestehen würde. Bis zum Entscheidungsspiel trugen die neu eingekleideten Smashler 14 Spiele aus, von denen sie 13 gewannen. Die Niederlage gegen Klettgau 3 hinterliess ein paar seelische Narben. Nachdem die Mannschaft im Jahr 2014 keine einzige Niederlage hatte einstecken müssen und 22 Mal ungeschlagen war, ging sie im ersten Spiel des neuen Jahres zuhause sang- und klanglos 1:3 unter. Das Team raufte sich nochmals zusammen und jeder ging in sich und suchte nach positiven Volleyball-Erlebnissen in den letzten 30 - 40 Jahren seiner Karriere. Offensichtlich hat jeder etwas Positives gefunden, auch wenn es wie bei Mister X nur der Gewinn eines Früchtekorbs bei der Tombola des TV Hegi im Anschluss an ein Samstagsspiel im Jahre 1978 war. 

Mit regelmässigem Training und mehr Früchten wollen sich die H4-Cracks fit halten. In welcher Form die Früchte appliziert werden, hat die Teamleitung nicht definiert. Bolle setzt angeblich auf konzentrierte Trauben und Beni wird sich zwischen gebrannten Quitten und Aprikosen entscheiden. Die meisten setzen auf aktuelle Angebote, war zu erfahren. Einheimische Früchte dürften favorisiert werden. Ob Kirsch oder Pflümli hängt von den Ernten ab. Im Notfall tut‘s ein Trester auch. Egal eigentlich! – Zum Einreiben würde Franzbranntwein reichen. Damit es in der Garderobe nicht wie in einer Schnapsbrennerei stinkt, werden alle zuletzt noch eine Schicht der grünen Wundersalbe auftragen. Nächstes Jahr wird man Smash H4 deshalb nicht nur sehen, sondern auch noch riechen.

 

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